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Methanbildner brauchen Spurenelemente !

Je nach Substrat sind nicht alle Spurenelemente in geeigneter Konzentration vorhanden. Aus der Literatur sind große Spannbreiten für diese Spurenelemente heraus zu lesen:

Neben Schwefel 50-100 ppm und Eisen 10-200 ppm hat man folgende Elemente als nötig eingestuft:
Natrium 45-200 ppm, Magnesium 10-40 ppm, Nickel 0,5-30 ppm, Kobalt 0,5-20 ppm, Molybdän/Wolfram/Selen 0,1-0,35 ppm,
Zink 0-3 ppm, Phosphat 50-150 ppm, Kalium 75-250 ppm

Dies hängt sicher damit zusammen, dass die Elemente sich nicht allein den Methanbildnern zur Verfügung stellen sondern auch andere Verbindungen eingehen. Im Fermenter herrschen Rahmenbedingungen die zu Umbildungen und Reduzierungen führen. Es spielt die Kalkreserve genauso eine wichtige Rolle, wie auch der pH-Wert. Je nach Aufenthaltszeit und Konzentration sind daher genaue Angaben für die einzelnen Elemente nur sehr schwer möglich.

Werden diese Spurenelemente extra zugegeben muss darauf geachtet werden, dass sie nicht abreagieren. Bildet sich Schwefelwasserstoff, reagiert das HS im Substrat auch mit anderen Metallen.

Die Zugabe von Eisen-II-chlorid bindet den Schwefelwasserstoff und die Zugabe der teuren Spurenelementmischungen ist für die Methanbildner verfügbar. Gegenüber dem schwerlöslichen Eisen-III-hydroxiden bindet Eisen-II-chlorid auch nicht das notwendige Phosphat.